PSALM 142 modern


Ich nehme kein Blatt vor den Mund,
sondern plaudere in aller Öffentlichkeit zum Herrn.
Ich werfe ihm meine Sorgen vor die Füße,
ich posaune meine Bedrohung hinaus.
Wenn der Druck unerträglich wird,
so bietest du mir Entlastung im Zuhören an.

Sie werfen mir Steine in den Weg,
die mich stolpern und fallen lassen.
Sieh du mich an: sie verachten mich.
Ich bin bloßgestellt, niemand steht mir bei.
Herr, du bist das Gegenüber meiner Schreie:
Du gibst mir Zutrauen, bist meine Hoffnung für
ein Leben in Gemeinschaft.

Höre mein Seufzen,
denn sie schnüren mir die Kehle zu.
Befreie mich aus ihren Händen,
denn ich bin ohnmächtig.
Lass mich wieder frei atmen können,
dass ich deinen Namen hinausposaune.
Die Liebenden werden mir beistehen,
wenn du deine Liebe an mir offenbarst.

© März 2000 - Kurt Rainer Klein